"Wir singen und sagen vom Grafen so gern, der hier auf dem Schlosse gehauset"

Das Jahr geht um – Rezitation zum Jahresende

 

Jürgen Janning spricht Balladen

 

Wann:
Donnerstag, 31. Dezember, 15.30 Uhr
Wo:
Friedenskapelle, Grüner Grund, Senden
Eintritt:
8 € (12 €) im Vorverkauf
(bei Bücher Schwalbe, Herrenstr. 3, Senden)
10 € (14 €) an der Abendkasse

 

Die Ballade kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Aus den romanischen Ländern als von Tanzenden gesungenes kurzes, strophisches Lied, im 14./15.Jh. in Frankreich von den Trubadours kunstvoll weiter entwickelt.
Die Entwicklung der deutschen Ballade beginnt im Mittelalter als Weiterbildung der Heldenlieder und -epen. In Bürgers „Lenore“ (1773) entstand die erste deutsche Kunstballade, weitergeführt zunächst in Goethes naturmagischen Jugendballaden („Erlkönig“), dann von Goethe und Schiller im klassischen Balladenjahr 1797 war es Goethe, der die Ballade als das poetische Ur-Ei erkannte, was man nur zu bebrüten hat, um die drei Gattungen der Literatur, das Epische, Lyrische und Dramatische miteinander zu entfalten.
Das bedeutet, dass jede Ballade eine Geschichte erzählt, im Vers und der Reimbindung liedhaft, sangbar ist und zugleich dem Hörer ein Schauspiel menschlichen Schicksals in allen Facetten vor Augen führt.
Die Gattung wandelt sich, doch bleibt ein Mythisch-Numinoses erhalten. Die Romantik kehrt wieder zur volkstümlichen, sangbaren Ballade zurück.
Im 19. Jh. entsteht die unsangbare geschichtliche Ballade (Uhland, Platen, Droste, C. F. Mayer, Fontane) und reicht in breiter Entwicklung bis in die Gegenwart.
Musikalisch begleitet werden die Balladen von Alexander Zinowsky und Niklas Schindler an der Klassischen Gitarre.

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